Mittwoch, 11. August 2010

L’AVOCAT

Foto: Festival del film Locarno

L’AVOCAT, so heißt die neueste Schöpfung des Regisseurs Cédric Anger, die vorgestern auf der Piazza Grande ihre Weltpremiere feierte. Neben Anger fanden sich unter anderem auch die Darsteller Benoît Magimel, Gilbert Melki und Produzent Thomas Klotz ein und gaben vorab einen kurzen Einblick in ihre Arbeit. Während Magimel von Vorbereitungstreffen mit Juristen berichtete, erklärte Melki nur lapidar, er habe sich einige Mafia-Filme angeschaut.

Montag, 9. August 2010

Wir sind angekommen!


Nach einer 10stündigen Zugfahrt sind wir erschöpft, aber voller Vorfreude in Locarno angekommen.

Sonntag, 8. August 2010

Die Jurys des Filmfestivals

So wie jedes Jahr hängt die Entscheidung, wer den begehrten goldenen Leoparden bekommt von wenigen Menschen ab, die sich allesamt im Metier des Films auskennen. Doch wer wurde in diesem Jahr in dieses ehrenvolle Amt berufen und wie setzen sich die verschiedenen Jurys zusammen?

Es gibt jeweils drei unterschiedliche Jurys für die drei Sektionen: Concorso internazionale (internationaler Wettbewerb), Concorso cineasti del presente (Wettbewerb der Cineast_Innen der Gegenwart) und Concorso pardi di domani (Leoparden von morgen- Kurzfilm Wettbewerb). Die Jury Mitglieder stammen aus unterschiedlichen Ländern, sind in der Filmszene bekannt und werden dort respektiert. Jede Jury besteht aus fünf Mitgliedern. Unter rund 20 Filmen wählt die Jury des Concorso internazionale den Gewinner des begehrten goldenen Leoparden (Pardo d´Oro).

Präsident der Jury ist Regisseur Eric Khoo (45) aus Singapur. Er startete seine Karriere mit Kurzfilmen und Musikvideos. Mit seinem ersten Spielfilm Wee Pok Man (1995) gewann er bereits Preise der wichtigsten Filmfestivals in Japan, Singapur und Korea. Sein zweites Werk 12 Storeys wurde 1997 als erster singapurianischer Film offiziell zum Cannes Filmfestival eingeladen. 2005 war Be with me (2004) Eröffnungsfilm der Directors' Fortnight in Cannes. Khoos letzter Film My Magic wurde 2008 für die Hauptkategorie des Filmfestivals in Cannes nominiert. Zur Zeit arbeitet Eric Khoo an einem Animationsfilm über das Leben der Manga Autorin Yoshihiro Tatsumi.

Zwischen 3.Welt, Autorenkino und Hollywood...

Eine Frage, die sich im Vorlauf zu einem Festival wie Locarno stellt, besonders wenn man es zum ersten Mal besucht, ist: Was erwartet mich inhaltlich? Wo liegen die Programmschwerpunkte des Festivals, bzw.: Wie sieht sein Profil aus?
Ein kurzer Blick in den „International Guide Film–Video–Festival“ liefert als Schwerpunkte: Allgemein, Debutfilm, Menschenrechte.
Das Festival selbst stellt auf seiner Internetseite einige Besonderheiten heraus, welche seine einzigartige Stellung in der Festivallandschaft ausmachen: Innovationsdrang, die Tatsache auf eine lange Liste von Regisseur_innen blicken zu können, welche auf dem Festival entdeckt wurden, sowie Meisterklassen, in denen interessierte Zuschauer_innen in Kontakt mit den Filmemacher_innen treten können. Des Weiteren gibt man sich betont pluralistisch in dem Versuch, alle Strömungen des zeitgenössischen Kinos abzudecken, vom Blockbuster zum Indiestreifen, vom Dokumentarfilm bis zum experimentellen Kurzfilm. Doch wie kommt es zu diesem Profil, welches in seiner Offenheit fast kein ausgeprägtes Profil mehr zu seien scheint, sich jedoch in manchen Aspekten von den anderen A-Festivals absetzten will?

Samstag, 7. August 2010

Locarno – unter dem Einfluss des Filmfestivals

Locarno, das „Dörfchen“ von dem wir bereits berichtet haben, welches so idyllisch am Nordufer des Lago Maggiore liegt, ist der Spielort des kleinsten der großen A- Filmfestivals der Welt. Die engen Gassen dieser Stadt laufen alle auf einen Platz zu. Der Piazza Grande, dem Herzen dieser Stadt, das dazu einmal im Jahr auch zu einem ganz besonderen Kinosaal wird. Kinosaal? Auf einem Platz? Mag man sich jetzt fragen, aber genau dazu verwandelt sich zum Zeitpunkt des Filmfestivals die Piazza Grande. Zu einem der schönsten Kinosäle der Welt.

Donnerstag, 5. August 2010

Yippie Cahiers, Schweinebacken

Prego! Das Festival ist eröffnet, klammheimlich, mit einigen verschämt im Nachmittagsprogramm platzierten Highlights der - cineastissimo! - Lubitsch-Retrospektive, gefolgt von großem Tamtam bei der Eröffnungsgala und Benoit Jacquots AU FOND DES BOIS auf der Piazza.

CT - das Radio Bericht über Locarno

CT- Reporterin Elena Samjeske berichtet über den studentischen Blog zum Film Festival 2010 in Locarno.

Dienstag, 3. August 2010

Vorhang auf... für den deutschen Film in Locarno!

Das 63. Internationale Filmfestival in Locarno gibt dem deutschen Film eine Gelegenheit, sich dem internationalen Publikum in seinen verschiedensten Facetten zu präsentieren. Die diesjährige deutsche Film-Präsenz lässt kaum zu wünschen übrig.

Montag, 2. August 2010

Diesjährige Premieren auf der Piazza Grande

Die Piazza Grande ist das Herzstück des Festivals. Mit einer Bestuhlung, auf der bis zu 8.000 Personen Platz finden, bietet sie die ideale Gelegenheit mit den dort gezeigten Filmen ein breites Publikum anzusprechen. Die Festival-Organisator_innen selbst sagen, dass sie die Gegebenheiten der Pizza Grande nutzen möchten, um „Autorenfilme unterschiedlicher Stile, Genres und zu verschiedenen Themen zu zeigen, die das Potenzial haben, die vielen Zuschauer zu berühren und zu überraschen“.

Sonntag, 1. August 2010

Die Bedeutung der Filmpremieren auf der Piazza Grande



Bild: Festival del film Locarno

Am 4. August wird das 63. Festival del Film Locarno mit der deutsch/ französischen Produktion „Au Found des Bois“ von Benoît Jacquot eröffnet. Der Film wird auf einem besonderen Platz, der Piazza Grande, auf einer 26x14 Meter großen Leinwand in der Altstadt Locarnos präsentiert. Dieser Platz hat für das Festival eine besondere Bedeutung – natürlich zum Einen für die Besucher_innen des Festivals, die sich auf dem für dem für 8.000 Personen bestuhlten Marktplatz, der unter freiem Himmel mit dem Charme der Altstadt spielt, verzaubern lassen. Zum Anderen bietet es den zum Teil sehr jungen Künstler_innen die Möglichkeit ihren Film dem großen Publikum vorzustellen. Diese haben zudem die Chance auf den begehrten Preis: den Goldenen Leoparden.