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Sonntag, 8. August 2010

Zwischen 3.Welt, Autorenkino und Hollywood...

Eine Frage, die sich im Vorlauf zu einem Festival wie Locarno stellt, besonders wenn man es zum ersten Mal besucht, ist: Was erwartet mich inhaltlich? Wo liegen die Programmschwerpunkte des Festivals, bzw.: Wie sieht sein Profil aus?
Ein kurzer Blick in den „International Guide Film–Video–Festival“ liefert als Schwerpunkte: Allgemein, Debutfilm, Menschenrechte.
Das Festival selbst stellt auf seiner Internetseite einige Besonderheiten heraus, welche seine einzigartige Stellung in der Festivallandschaft ausmachen: Innovationsdrang, die Tatsache auf eine lange Liste von Regisseur_innen blicken zu können, welche auf dem Festival entdeckt wurden, sowie Meisterklassen, in denen interessierte Zuschauer_innen in Kontakt mit den Filmemacher_innen treten können. Des Weiteren gibt man sich betont pluralistisch in dem Versuch, alle Strömungen des zeitgenössischen Kinos abzudecken, vom Blockbuster zum Indiestreifen, vom Dokumentarfilm bis zum experimentellen Kurzfilm. Doch wie kommt es zu diesem Profil, welches in seiner Offenheit fast kein ausgeprägtes Profil mehr zu seien scheint, sich jedoch in manchen Aspekten von den anderen A-Festivals absetzten will?

Donnerstag, 5. August 2010

Yippie Cahiers, Schweinebacken

Prego! Das Festival ist eröffnet, klammheimlich, mit einigen verschämt im Nachmittagsprogramm platzierten Highlights der - cineastissimo! - Lubitsch-Retrospektive, gefolgt von großem Tamtam bei der Eröffnungsgala und Benoit Jacquots AU FOND DES BOIS auf der Piazza.

CT - das Radio Bericht über Locarno

CT- Reporterin Elena Samjeske berichtet über den studentischen Blog zum Film Festival 2010 in Locarno.

Dienstag, 3. August 2010

Vorhang auf... für den deutschen Film in Locarno!

Das 63. Internationale Filmfestival in Locarno gibt dem deutschen Film eine Gelegenheit, sich dem internationalen Publikum in seinen verschiedensten Facetten zu präsentieren. Die diesjährige deutsche Film-Präsenz lässt kaum zu wünschen übrig.

Montag, 2. August 2010

Diesjährige Premieren auf der Piazza Grande

Die Piazza Grande ist das Herzstück des Festivals. Mit einer Bestuhlung, auf der bis zu 8.000 Personen Platz finden, bietet sie die ideale Gelegenheit mit den dort gezeigten Filmen ein breites Publikum anzusprechen. Die Festival-Organisator_innen selbst sagen, dass sie die Gegebenheiten der Pizza Grande nutzen möchten, um „Autorenfilme unterschiedlicher Stile, Genres und zu verschiedenen Themen zu zeigen, die das Potenzial haben, die vielen Zuschauer zu berühren und zu überraschen“.

Sonntag, 1. August 2010

Die Bedeutung der Filmpremieren auf der Piazza Grande



Bild: Festival del film Locarno

Am 4. August wird das 63. Festival del Film Locarno mit der deutsch/ französischen Produktion „Au Found des Bois“ von Benoît Jacquot eröffnet. Der Film wird auf einem besonderen Platz, der Piazza Grande, auf einer 26x14 Meter großen Leinwand in der Altstadt Locarnos präsentiert. Dieser Platz hat für das Festival eine besondere Bedeutung – natürlich zum Einen für die Besucher_innen des Festivals, die sich auf dem für dem für 8.000 Personen bestuhlten Marktplatz, der unter freiem Himmel mit dem Charme der Altstadt spielt, verzaubern lassen. Zum Anderen bietet es den zum Teil sehr jungen Künstler_innen die Möglichkeit ihren Film dem großen Publikum vorzustellen. Diese haben zudem die Chance auf den begehrten Preis: den Goldenen Leoparden.

Samstag, 31. Juli 2010

Spurensuche in Locarno

Das internationale Filmfestival und der Leopard, sein Wahrzeichen, werden auch in diesem Jahr wieder ihre Spuren in der Stadt- und Medienlandschaft hinterlassen, wozu wir mit diesem Blog selbst ein wenig beitragen wollen. Zehn Tage lang wird sich das beschauliche Locarno in ein Zentrum florierender Filmkultur verwandeln: Etablierte Regisseur_innen der Gegenwart präsentieren ihre Werke und neue Talente werfen mit ihren vertretenen Beiträgen eventuell schon Schatten einer zukünftigen Karriere voraus, um eines Tages vielleicht selbst Filmgeschichte zu schreiben. Zeichen einer lebendigen Filmgeschichte sind für Olivier Père (künstlerischer Leiter) laut Pressemappe unter anderem Retrospektiven, die den Ursprüngen des heutigen Films nach- und über die bloße Vorführung des Werkes bestimmter Filmemacher_innen hinausgehen.



Ernst Lubitsch mit Pola Negri, ca. 1922. Ross Film Sterne. Quelle: pardo.ch

Mittwoch, 28. Juli 2010

Auf der Jagd nach dem goldenen Leoparden


Bild: Festival del film Locarno

Wenn die Piazza Grande mit stimmungsvollem schwarz-gelbem Lichterspiel erfüllt ist und ein kehliges Knurren durch die langen Reihen der Festivalbestuhlung klingt, ist es wieder so weit: Der Leopard, Symbol und schmucker Preis des internationalen Filmfestivals Locarno, hält Einzug in die kleine Stadt am Lago Maggiore. Zwei Wochen lang bestimmt das anmutige Raubtier mit gepunktetem Fell das Stadtbild.

Dienstag, 27. Juli 2010

Wo Liegt eigentlich Locarno?


„Wo liegt eigentlich Locarno?“ ist eine der meist gestellten Fragen, wenn ich davon erzähle, dass ich diesen Sommer im Rahmen eines Seminars zum internationalen Filmfestival nach Locarno fahre. Ich antworte dann meist nur, dass es im italienischen Teil der Schweiz liegt und übergehe das Thema einfach mit irgendwelchen Fakten über das Festival. Aber irgendwann hat mich die Frage, wo wir eigentlich hinfahren, dann doch beschäftigt. Also habe ich mich auf eine kleine Recherche-Tour begeben, um mehr über Locarno herauszufinden.

Montag, 26. Juli 2010

IfM goes Locarno

„Internationales Filmfestival Locarno. Exkursion und Einführung in die internationale Festivallandschaft“ lautet die Beschreibung eines Seminars im diesjährigen Vorlesungsverzeichnis des Bochumer Instituts für Medienwissenschaft (IfM). Dahinter verbirgt sich eine Gruppe von 12 Student_Innen, die unter der Leitung von Natascha Frankenberg und Michael Andreas vom 09. bis zum 15. August das Tessiner Örtchen besuchen werden, in dem sich an 10 Tagen im Jahr die internationale Filmszene trifft.