Am zweiten Tag war man auf der Suche: Nach dem Internet, dem Zebrastreifen, einem Schnappschuss des goldenen Kätzchens oder dem Weg, während des Abendfilmabspann begleitenden Regenschauers auf der - auch von durchsetzungsfähigen, plätzebesetzenden Rentnern bevölkernden - Piazza.
Mittwoch, 11. August 2010
Face Impressions - So schaut die Welt
Hey Sie, wie findest du's eigentlich in Locarno?
Ein Tag, an dem wir mit schweren Koffern durch die Hölle auf Schienen fuhren, gefangen zwischen Hunger und Gummibärchenbauchschmerzen, nur um festzustellen, dass Umhängebänder für die Akkreditierung nicht im Preis inbegriffen sind, endete schlussendlich sehr versöhnlich in einem träumerischen Örtchen, welches mit gutem Wetter und tennisballgroßen Eiskugeln aufwarten konnte. Abends behinderten dann nur die durch die Projektion fliegenden Motten den Genuss eines eher mäßigen Filmes auf der schönen Piazza Grande.
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Tag6
um
16:25
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Locarno 2010
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2. Tag: "Wo ist denn hier der Zebrastreifen?"
Unterwegs im Auftrag des Fernsehens ....
Auf den Straßen von Locarno...
Diese Fotoserie beschäftigt sich mit Ecken, Winkeln, Wänden und Gebäuden in Locarno. Die schönsten, auffälligsten oder skurillsten Bauten werden hier präsentiert. Dies soll einen architektonischen Eindruck der Stadt des Filmfestivals geben.
zwei Häuser an der Piazza Grande1. Tag: "Ein Königreich für ein Taxi!"
Wir sind endlich in Locarno angekommen ....
L’AVOCAT
L’AVOCAT, so heißt die neueste Schöpfung des Regisseurs Cédric Anger, die vorgestern auf der Piazza Grande ihre Weltpremiere feierte. Neben Anger fanden sich unter anderem auch die Darsteller Benoît Magimel, Gilbert Melki und Produzent Thomas Klotz ein und gaben vorab einen kurzen Einblick in ihre Arbeit. Während Magimel von Vorbereitungstreffen mit Juristen berichtete, erklärte Melki nur lapidar, er habe sich einige Mafia-Filme angeschaut.
Montag, 9. August 2010
Sonntag, 8. August 2010
Die Jurys des Filmfestivals
So wie jedes Jahr hängt die Entscheidung, wer den begehrten goldenen Leoparden bekommt von wenigen Menschen ab, die sich allesamt im Metier des Films auskennen. Doch wer wurde in diesem Jahr in dieses ehrenvolle Amt berufen und wie setzen sich die verschiedenen Jurys zusammen?
Es gibt jeweils drei unterschiedliche Jurys für die drei Sektionen: Concorso internazionale (internationaler Wettbewerb), Concorso cineasti del presente (Wettbewerb der Cineast_Innen der Gegenwart) und Concorso pardi di domani (Leoparden von morgen- Kurzfilm Wettbewerb). Die Jury Mitglieder stammen aus unterschiedlichen Ländern, sind in der Filmszene bekannt und werden dort respektiert. Jede Jury besteht aus fünf Mitgliedern. Unter rund 20 Filmen wählt die Jury des Concorso internazionale den Gewinner des begehrten goldenen Leoparden (Pardo d´Oro).
Präsident der Jury ist Regisseur Eric Khoo (45) aus Singapur. Er startete seine Karriere mit Kurzfilmen und Musikvideos. Mit seinem ersten Spielfilm Wee Pok Man (1995) gewann er bereits Preise der wichtigsten Filmfestivals in Japan, Singapur und Korea. Sein zweites Werk 12 Storeys wurde 1997 als erster singapurianischer Film offiziell zum Cannes Filmfestival eingeladen. 2005 war Be with me (2004) Eröffnungsfilm der Directors' Fortnight in Cannes. Khoos letzter Film My Magic wurde 2008 für die Hauptkategorie des Filmfestivals in Cannes nominiert. Zur Zeit arbeitet Eric Khoo an einem Animationsfilm über das Leben der Manga Autorin Yoshihiro Tatsumi.
Es gibt jeweils drei unterschiedliche Jurys für die drei Sektionen: Concorso internazionale (internationaler Wettbewerb), Concorso cineasti del presente (Wettbewerb der Cineast_Innen der Gegenwart) und Concorso pardi di domani (Leoparden von morgen- Kurzfilm Wettbewerb). Die Jury Mitglieder stammen aus unterschiedlichen Ländern, sind in der Filmszene bekannt und werden dort respektiert. Jede Jury besteht aus fünf Mitgliedern. Unter rund 20 Filmen wählt die Jury des Concorso internazionale den Gewinner des begehrten goldenen Leoparden (Pardo d´Oro).
Präsident der Jury ist Regisseur Eric Khoo (45) aus Singapur. Er startete seine Karriere mit Kurzfilmen und Musikvideos. Mit seinem ersten Spielfilm Wee Pok Man (1995) gewann er bereits Preise der wichtigsten Filmfestivals in Japan, Singapur und Korea. Sein zweites Werk 12 Storeys wurde 1997 als erster singapurianischer Film offiziell zum Cannes Filmfestival eingeladen. 2005 war Be with me (2004) Eröffnungsfilm der Directors' Fortnight in Cannes. Khoos letzter Film My Magic wurde 2008 für die Hauptkategorie des Filmfestivals in Cannes nominiert. Zur Zeit arbeitet Eric Khoo an einem Animationsfilm über das Leben der Manga Autorin Yoshihiro Tatsumi.Zwischen 3.Welt, Autorenkino und Hollywood...
Eine Frage, die sich im Vorlauf zu einem Festival wie Locarno stellt, besonders wenn man es zum ersten Mal besucht, ist: Was erwartet mich inhaltlich? Wo liegen die Programmschwerpunkte des Festivals, bzw.: Wie sieht sein Profil aus?
Ein kurzer Blick in den „International Guide Film–Video–Festival“ liefert als Schwerpunkte: Allgemein, Debutfilm, Menschenrechte.
Das Festival selbst stellt auf seiner Internetseite einige Besonderheiten heraus, welche seine einzigartige Stellung in der Festivallandschaft ausmachen: Innovationsdrang, die Tatsache auf eine lange Liste von Regisseur_innen blicken zu können, welche auf dem Festival entdeckt wurden, sowie Meisterklassen, in denen interessierte Zuschauer_innen in Kontakt mit den Filmemacher_innen treten können. Des Weiteren gibt man sich betont pluralistisch in dem Versuch, alle Strömungen des zeitgenössischen Kinos abzudecken, vom Blockbuster zum Indiestreifen, vom Dokumentarfilm bis zum experimentellen Kurzfilm. Doch wie kommt es zu diesem Profil, welches in seiner Offenheit fast kein ausgeprägtes Profil mehr zu seien scheint, sich jedoch in manchen Aspekten von den anderen A-Festivals absetzten will?
Ein kurzer Blick in den „International Guide Film–Video–Festival“ liefert als Schwerpunkte: Allgemein, Debutfilm, Menschenrechte.
Das Festival selbst stellt auf seiner Internetseite einige Besonderheiten heraus, welche seine einzigartige Stellung in der Festivallandschaft ausmachen: Innovationsdrang, die Tatsache auf eine lange Liste von Regisseur_innen blicken zu können, welche auf dem Festival entdeckt wurden, sowie Meisterklassen, in denen interessierte Zuschauer_innen in Kontakt mit den Filmemacher_innen treten können. Des Weiteren gibt man sich betont pluralistisch in dem Versuch, alle Strömungen des zeitgenössischen Kinos abzudecken, vom Blockbuster zum Indiestreifen, vom Dokumentarfilm bis zum experimentellen Kurzfilm. Doch wie kommt es zu diesem Profil, welches in seiner Offenheit fast kein ausgeprägtes Profil mehr zu seien scheint, sich jedoch in manchen Aspekten von den anderen A-Festivals absetzten will?
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